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Weisskopfseeadler

Über zehn Jahre lang wünschte ich mir, den imposanten Weisskopfseeadler für ein paar Tage fotografisch porträtieren zu dürfen. In diesem Jahr konnte ich mir diesen Traum erfüllen! Ich machte eine Reise zu den Weisskopfseeadlern nach Homer an der Südküste Alaskas. Hier versammeln sich seit über 25 Jahren Hunderte der mächtigen Greifvögel, um während den Wintermonaten von der legendären "Eagle Lady" all morgens gefüttert zu werden. Meine Reise hatte ich Ende 2008 geplant und mit der aussergewöhnlichen Frau betreffend Details bereits telefoniert. Erst wenige Tage vor meiner Abreise in den Hohen Norden vernahm ich, dass Jean Keene am 13. Januar 2009 im alter von 85 Jahren verstorben war. Die Nachricht stimmte mich natürlich traurig, obwohl ich Jean nie wirklich kennen gelernt hatte (persönlich traf ich Sie nur einmal ganz kurz im Sommer 2002). Ihre Leidenschaft und Hingabe für Tiere und die Adler im Speziellen, hat mich stark beeindruckt. Sie war den Tieren wie auch ihren Mitmenschen gegenüber immer eine loyale Freundin und enorm hilfsbereit. Sie scheute keine Mühe, um anderen eine Freude zu bereiten. Wo auch immer Hilfe benötigt wurde, war sie zur Stelle. Vor Ort durfte ich dies und vieles mehr in Gesprächen mit Jeans Freunden und Bekannten erfahren.
Die Fütterung der majestätischen Vögel war schon immer eine umstrittene Angelegenheit. Dies obschon keinerlei negative Vorfälle oder Verhaltensmuster bei den Adlern festgestellt wurde. Bis 2005 durfte in Homer jederman die Tiere selber füttern. Ab 2006 war dies dann nur noch der Eagle Lady am Ende des Homer Spits gestattet. Ein Gesetz sah vor, ab Frühling 2010 das Füttern der Vögel auch Jean zu verbieten. Aufgrund des Todes von Mrs. Keene tritt dieses Gesetz nun aber bereits ab diesem Jahr in Kraft. Nur gerade zwei Wochen nach meiner Abreise aus Homer, wurde der letzte Fisch an die Adler verfüttert. Wie es mit den Adlern weitergeht wird sich zeigen. Man ist sich jedoch ziemlich einig darüber, dass die Weisskopfseeadler zu Beginn des kommenden Winters nach ausbleibender Fütterung rechtzeitig nach Süden ziehen werden, um sich dort die nötige Nahrung suchen zu können. Genauso wie es übrigens Tausende ihrer Artgenossen bereits die letzten 25 Jahre gemacht haben...
Das Wetter war während meines Aufenthalts in Homer sehr wechselhaft. Insbesondere Regen war häufig anzutreffen - und dies bei minus 10°C...?! Schneefall gab es (leider) nur einmal ganz kurz. Dafür waren blauer Himmel und starke Winde immer wieder mal Teil der Witterung. Die Adler Fütterung als solches war für mich nicht sehr interessant. Das damit verbundene Schauspiel der fliegenden Weisskopfseeadler konnte mich dafür um so mehr begeistern. Ein Boots - Ausflug in die Kachemak Bay war dann ein gebührender Abschluss meiner Adler - Fototage in Alaska.
Alles in allem waren es sieben einmalige und enorm erlebnisreiche Tage, welche ich in unmittelbarar Nähe der mächtigen Greifvögel verbringen durfte. Ich betrachte es als grosses Privileg, dem Weisskopfseeadler in freier Natur so nahe gekommen zu sein!

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