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Etosha National Park


Ich hatte schon vieles über den Etosha National Park im Norden von Namibia gehört und auch etliche atemberaubende Bilder der dortigen Tierwelt bestaunt. Meine Vorfreude auf den drei wöchigen Fototrip in dieses Paradies für Tierfotografen war dem entsprechend gross.

Ich wählte bewusst die Zeit von Ende April bis Mitte Mai. Dies sind die Tage kurz nach der spärlichen Regenzeit. Somit konnte ich mit noch etwas grüner Vegetation rechnen. Die Tatsache, dass sich zu dieser Jahreszeit weniger Tiere an den Wasserstellen aufhalten als am Ende der Trockenzeit, nahm ich dafür in Kauf.
Im Herbst des südlichen Afrikas sind die Temperaturen tagsüber immer noch recht heiss, jedoch durchaus zu ertragen. In der Nacht kühlt es auf angenehme Schlaf - Temparaturen ab. Früh morgens bleibt es für eine kurze Zeit kühl ehe das Thermometer wieder rasant nach oben steigt.

Das Gebiet des Parks welches man mit dem Fahrzeug auf eigene Faust entdecken kann, erstreckt sich hauptsächlich südlich der riesigen Etosha Salz Pfanne. Einer der Aussichtspunkte ist jedoch etwas innerhalb der Salzpfanne angelegt, was einem einen imposanten Eindruck der immensen Weite und Grösse der Etosha Pfanne vermittelt.

Meine Erwartungen waren hoch, als ich etliche Autostunden nördlich von Windhoek den westlichen Parkeingang bei Okaukuejo erreichte. Was würde mich nun tatsächlich in diesem Naturparadies erwarten...?
Die Eindrücke der ersten Tage brachten Ernüchterung. Trotz einer aussergewöhnlich ergiebigen Regenzeit welche erst einige Tage vor meinem Eintreffen im Park zu Ende gegangen war, herrschte meiner Ansicht nach völlige Trockenheit in diesem Gebiet (ich kann mir nur schwer vorstellen wie es hier am Ende der Trockenzeit aussieht). Nichts war von "üppigem" Grün, geschweige denn von Blumen oder andere Farben zu sehen. Es war eine Enttäuschung. Dafür bestätigte sich die negative Seite dieser Reisezeit als Realität. Oft waren nur wenige Tiere an den Wasserstellen zu sehen.



Die unglaubliche Weite des Landes im Westen des Parks ist sehr beeindruckend, manchmal gar überwälltigend. Man kann die Tiere über Kilometer Entfenung entdecken und beobachten. Da man sich nur auf dem spärlichen Strassennetz bewegen darf, so ist man sehr darauf angewiesen, dass sich die Tiere in der Nähe der Schotterpisten aufhalten. Die Strasse im westlichsten Teilstück des Reservats verläuft von Südost nach Nordwest und ist somit ein idealer Standort um Silhouetten Bilder zu schiessen. Dabei hat man ebenfalls den Vorteill, dass man sich für diese Fotos ziemlich nahe beim Ein- / Ausgang des Camps "Okaukuejo" befindet und man somit rechtzeitig aus- bzw in dem Camp ist. Denn wie in allen National Parks in Südafrika, so darf man auch hier im Etosha nur von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Fotopirsch unterwegs sein.


Ziemlich genau in der Mitte des von Strassen erschlossenen Gebietes befindet sich das Camp Halali. Dies ist der kleinste der drei Campingplätze und befindet sich am Fusse von zwei "Bergen". Im Gegensatz zum Westen hat es hier etliches mehr an hoch gewachsener Vegetation, was das fotografieren von Tieren nicht immer einfach macht. Vorteilhaft ist in diesem Gebiet jedoch, dass sich diverse Wasserlöcher in unmittelbrere Nähe der Strasse befinden. Leider hatte es zu der Zeit als ich mich dort aufhielt kaum Tiere, welche ihren Durst hätten löschen wollen.
Entlang der von Ost nach West verlaufenden "Hauptstrasse" prägen in der Nähe des Camps weite, prärieartige Steppengebiete das Landschaftsbild. Das hohe weisse Gras ergibt vor allem in den frühen Morgenstunden und bei Sonnenuntergang eine eindrückliche Landschaft in denen sich die Tiere entsprechend gut portraitieren lassen.

Elefanten, für welche der Etosha National Park unter anderem bekannt ist, sah ich leider nur vereinzelt. Andere Parkbesucher berichteten mir beim Abendessen, dass Sie Herden mit bis zu 40 Tieren gesehen hätten... Auch hier gilt einmal mehr das bekannte Fotografen Motto: "Be at the right spot at the right time!"
Falls Sie jemals das Privileg haben sollten, dem Etosha National Park einen Besuch abstatten zu können, so wünsche ich Ihnen, dass Sie die nötige Portion Glück haben dürfen.


Beim östlichen Eingang des Parkes befindet sich das Camp Namutoni. Ein Ford aus der deutschen Kolonialzeit bildet das Zentrum dieses Restcamps.
Leider musste ich meine Fotoreise kurze Zeit nach dem Eintreffen in diesem Camp frühzeitig beenden. Eine akute Krankheit zwang mich die Heimreise etliche Tage früher als geplant anzutreten. Aus diesem Grund konnte ich die Gegend rund um dieses Camp kaum erkunden. Einzig das Aufsuchen eines sehr nahe gelegenen Wasserlochs führte am Abend zu einigen wenigen Aufnahmen.

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