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Making-Of

Hier gebe ich einen kleinen Einblick in meinen Arbeitsalltag als Naturfotograf. In wenigen Sätzen schildere ich die Entstehungsgeschichte einzelner Fotografien. Ich hoffe, dass die einzelnen Aufnahmen dadurch eine noch stärkere Aussagekraft erhalten und Emotionen wecken können.

Eisige Kälte

-30°C & Windchill: Inmitten von herumwirbelnden Nebelschwaden bilden sich im Nu Eisschichten an Kamera, Objektiv und Filter, was das Fotografieren zu einer echten Herausforderung werden lässt. Während Zeitfenster von wenigen Sekunden löst sich der Nebel kurz auf und gibt die Sicht frei auf eine spektakuläre Winterlandschaft im violetten Licht der Abenddämmerung.

Eisiger Regenbogen

Winterliches Naturspektakel im Januar: Der "Eisige Regenbogen" ist nicht wirklich ein Regenbogen sondern Teil des 46°-Rings eines sogenannten "Halo" - siehe dazu untenstehendes Bild. Wie entsteht das Phänomen? > Sonnenstrahlen treffen auf kleine Eiskristalle in der Luft, das weisse Licht wird somit gebrochen und die Farben dadurch für unser Auge (und die Kamera:-) sichtbar.

Hitze, Bild des Monats und digitale Dunkelkammer

Bild des Monats August 2015: Vor Ort waren es um 5:30 Uhr angenehme 23°C, 2 Stunden später schon knappe 30°C. Anhand dieses Bildes möchte ich aufzeigen, wie mit dezenter Bildoptimierung die Aussagekraft eines Bildes gezielt verstärkt werden kann. Bei der Aufnahme am See habe ich sichergestellt, dass die Kontraste bestmöglich eingefangen wurden. Den Feinschliff habe ich dann zu Hause bei rund 40°C in der "Digitalen Dunkelkammer" vorgenommen. Hierfür verwende ich die geniale Software "Lightroom" von Adobe.

Machen auch Sie das Beste aus Ihren Bildern und nutzen Sie Lightroom zur Bildoptimierung und behalten Sie damit auch gleichzietig den perfekten Überblick über ihr gesamten Bildarchiv.
Bei Interesse führe ich immer wieder einen Lightroom Grundkurs durch oder biete für Einsteiger sowie Fortgeschrittene Privatlektionen an.

30 Meter Mindestabstand - Unmöglich!

Bei einem Besuch auf der Hochseeinsel Helgoland sind zum Schutz der Tiere (und der Besucher) einige wichtige Regeln einzuhalten. Die meisten sind für Naturliebhaber selbstverständlich. So auch, dass man sich den Tieren nur langsam und leise nähern sollte. Dass man aber 30 Meter Mindestabstand zu den Tieren einhalten sollte, ist hingegen völlig unsinnig. Denn aufgrund der recht hohen Anzahl Tiere und der Tatsache, dass sich die Tiere auch immer wieder auf die Besucher hin bewegen, ist dies schlichtweg unrealistisch. Klar habe ich versucht meine Bilder mit langer Brennweite aufzunehmen. Doch sobald sich das Tier im Kamerasucher auf mich zu bewegte, wurde es schnell mal zu gross auf dem Foto. Und somit musste ich mich dann immer wieder nach hinten bewegen, was mich aber wiederum dazu veranlasste, den Tieren hinter mir "zu Nahe" zu kommen...
Mit gesundem Menschenverstand und dem nötigen Respekt ist es auch auf Helgoland möglich, den Tieren auf 15-20 Metern zu begegnen, ohne dass die Tiere negativ davon betroffen würden.
Klicken Sie hier und geniessen Sie einige Aufnahmen...

"Nervenaufreibend"

Auflösung des Rätselratens zum Portfolio "Lichtstimmungen & Wildlife im Sommer":

Beim Anblick dieses Bildes können Sie sich wohl kaum Vorstellen, dass ich rund 1h daran gearbetet habe. Ich wechselte x-mal die Objektive und den Kamera Standpunkt und kam einfach nicht zum gewollten Bildausschnitt. Als dann von der Komposition her endlich alles passte, war es nicht mehr windstill. Zum Zeitpunkt wo sich der Wind dann doch noch für einige Sekunden gelegt hatte, war mittlerweile das zarte Rosa am Abendhimmel - und somit ebenso im reflektierenden Wasser - verschwunden... Das alles ginge ja noch, wenn mich während der ganzen Bild-Entstehungsfase nicht auch noch abertausende von winzigen Stechfliegen - den sogenannten "Midges" - permanent attackiert hätten. Auch mit Hilfe von Insektenschutzmittel, Moskitonetz, Kappe und Handschuhen konnte nicht verhindert werden, dass mich zahlreiche Stiche noch etliche Tage danach an das abendliche Fotoszenario erinnerten!
Das Wissen um die Entstehung dieses Bildes soll Sie aber keinesfalls daran hindern, die vom Foto vermittelte Stille und Ruhe weiterhin zu geniessen... :-)

"Werkzeuge eines Naturfotografen"

Der Maler hat Pinsel und Farbe welche er als Werkzeuge für sein Kunstwerk einsetzen kann. Beim Naturfotografen sind es insbesondere Kamera Standpunkt und Brennweite mit denen er das Bild bewusst gestalten kann, ehe er auf den Auslöser drückt. Der Vergleich von "Arbeitsfoto" & "Endresultat" zeigt auf, wie unterschiedlich die Bildsprache ausfallen kann. (danke Roman:-)

"Stürmischer Wind"

An einem meiner seltenen Fototage in diesem schneearmen Winter (2014) hatte ich gegen widrige Umstände zu kämpfen. Eisige Kälte und stürmischer Wind machten mir die Arbeit schwer - aber sehen Sie selbst...

"Vor lauter Wiese die Gräser nicht übersehen...!"

Wenige Gehminuten von meinem Wohnort entfernt, verbrachte ich auf dem Bauch liegend gut eine Stunde in taunasser Wiese, um einige Makroaufnahmen zu machen. Dabei konzentrierte ich mich darauf, einzelne Grashalme möglichst gut aus der Masse herauszulösen und dabei die reflektierenden Tautropfen als grafische Elemente in die abstrakte Komposition mit einzubeziehen.

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